Busunglück in Ägypten

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Sommerzeit ist Urlaubszeit und viele Menschen lassen es sich trotz Finanz- und Wirtschaftskrise nicht nehmen, sich eine Auszeit im Ausland zu gönnen. Beliebte Reiseziele für Deutsche sind dabei vor allem die südlichen Länder wie Spanien oder Italien, aber auch die arabischen Länder Nordafrikas wie Tunesien und Ägypten werden immer beliebter.
Man will sich erholen, will die Sonne und das Meer genießen, dass beiden in Deutschland Mangelware ist, sieht man von der Nord- und der Ostsee einmal ab. Aber manch ein Tourist hat auch Ambitionen, das Land näher kennen zu lernen.
Dass man sich dabei häufig in Gefahr begibt, zeigt ganz deutlich ein Busunglück, dass heute in Ägypten zwölf Menschen das Leben kostete und für die anderen Urlauber im Krankenhaus endete. Angeblich waren in dem Bus auch deutsche Touristen unterwegs, wobei bisher noch keine Angaben gemacht werden konnten, ob auch Deutsche zu den Todesopfern zählen.
Der Unfall ereignete sich auf dem Weg zwischen Kena und Safage am Roten Meer. Dabei rammte ein LKW bei einem Überholmanöver den Bus frontal. Die Straßen in Ägypten zählen zu den gefährlichsten weltweit. Nicht unbedingt, weil sie so schlecht ausgebaut sind, sondern weil sich viele Fahrer ganz einfach nicht an existierende Verkehrsregeln halten.
Wer schon einmal in einem arabischen Land unterwegs war, weiß sicher wovon ich hier schreibe. Zunächst erkennt man nur ein einziges Autogewirr auf den Straßen, die sich scheinbar ohne irgendwelche Regeln ihre Wege bahnen.
Aber so unwahrscheinlich es klingen mag: Auch in diesen Ländern gibt es Verkehrsregeln, die den europäischen eigentlich auch relativ nah kämen, würden sich die Fahrer dran halten. Nur leider denken viele Fahrer, sie könnten sich ihren Weg bahnen und kommen auf einer dreispurigen Fahrbahn beispielsweise schneller voran, wenn sie diese optimal ausnutzen und zu fünft nebeneinander fahren.
Man hat auch unter Umständen das Gefühl, dass Ampeln vor allen in den Städten eher als Richtwerte gelten, die auch durchaus bei rot überfahren werden können. Obwohl auch Verkehrssünder bestraft werden, hindert dies viele nicht am Ignorieren der Regeln. Wie ich es aus Syrien kenne, ist es leider so, dass Polizisten, die Fahrer aus dem Verkehr winken, weil sie nicht ordnungsgemäß gefahren sind, mit einem Bestechungsgeld, das in ihre Taschen fließt, zufrieden sind und die Fahrer dann weiterfahren lassen.
Würden die Polizisten konsequent Strafzettel aushändigen, würde der Verkehr sicher geregelter werden. Dann nimmt allerdings der Staat das Geld ein und die Polizisten müssen mit ihrem geringen Gehalt auskommen, das meist nicht reicht, um die Familien zu besorgen. Also nimmt man lieber in die eigene Tasche etwas Geld und belässt es bei einer mündlichen Verwarnung des Fahrers.
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klingt wirklich tragisch :(