Afghanistan: Neue Anschläge, wieder Tote

welt.de
Während viele von uns gestern den Heiligen Abend im Kreise der Familie verbrachten und in der Kirche Predigten über Frieden anhörten, riss auch an diesem Tag die Gewalt in Afghanistan nicht ab. Etwas läuft gerade mächtig schief in Afghanistan.
Der Strategiewechsel Obamas und die Aufstockung der Truppen brachten bisher rein gar nichts Positives, im Gegenteil: Die Gewalt nimmt zu und hat den höchsten Stand seit dem Sturz des Talibanregimes 2001 erreicht.
Gestern sind erneut bei einem Selbstmordanschlag mindestens acht Zivilisten getötet worden. Der Attentäter parkte sein mit Sprengstoff gefülltes Auto vor einem Gästehaus, in dem immer viele ausländische Journalisten untergebracht sind.
Die Detonation riss zwei Polizisten, die das Gästehaus bewachten und sechs weitere Menschen in den Tod. Die Taliban Kämpfer und deren Verbündete aus den afghanischen Stämmen führen die Anschläge hauptsächlich durch, um die ausländischen Soldaten und afghanischen Sicherheitsbeamten aus dem Weg zu räumen.
Leider trifft es aber auch immer wieder Zivilisten, die in die Schussbahn der Kämpfer geraten. Man ist nicht bereit zu Verhandlungen geschweige denn aufzugeben. Die Taliban demonstrieren durch solche Anschläge immer wieder ihre Macht und den Hass auf den Westen. Sie lassen sich aus ihrem früheren Herrschaftsbereich nicht verdrängen.
Die im Januar stattfindende Afghanistan-Konferenz muss wirklich neue Wege aufzeigen, die auch eine andere Lösung als nur den Kampf gegen die Taliban und die Aufstockung der Truppen in Betracht zieht, sonst geht es auch im nächsten Jahr weiter bergab in Afghanistan.
Beliebte Suchanfragen zu diesem Artikel
Trackbacks/Pingbacks