Afghanistan: US-Soldaten weiten Einsätze aus

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Die US-Truppen in Afghanistan wurden aufgestockt und begannen seitdem mit verschärften Angriffen gegen die Taliban-Kämpfer. Dass dabei auch immer wieder Zivilisten zum Opfer fallen, wird dabei hingenommen, denn der Krieg gegen den Terror fordert nun einmal auch Opfer aus der Zivilgesellschaft.

Bereits jetzt werden die Einsätze der Elitetruppen ausgeweitet, da sich die Strategie als sehr positiv erwiesen hat. Auch im kommenden Jahr sollen die Angriffe auf Taliban-Kämpfer ausgeweitet werden. Ob dies langfristig wirklich die geeignete Variante ist, Frieden in Afghanistan zu schaffen, ist dabei fragwürdig.

Man darf den Blick nicht nur auf Afghanistan und die Erfolge dort lenken, denn die Taliban können sich immer nach Pakistan zurückziehen und dort neue Kämpfer rekrutieren oder sich wieder regenerieren. Auch der Jemen stellt einen bevorzugten Rückzugspunkt für Taliban und al-Qaida-Kämpfer dar.

Wie nun auch bei der Auswertung des versuchten Terroranschlags in Detroit zu sehen ist, hat der Nigerianer angeblich seinen Sprengstoff von Experten aus dem Jemen bezogen und hatte dort zum Terror Netzwerk Kontakte.

Auch wenn die USA gerade mit ihren Erfolgen in Afghanistan tönen, ist Vorsicht und Zurückhaltung geboten. Zwar konnte im Osten des Landes ein Netzwerk eines Taliban-Kriegsherrn geschwächt werden. Man meldet, dass Schlüsselfiguren der radikalen Islamisten getötet wurden, man darf aber auch nicht vergessen, dass das Terror Netzwerk eine Eigendynamik hat und nicht durch die Ermordung bestimmter Führer zum Stoppen gebracht wird.

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Dezember 27th, 2009 Kategorie: Amerika, Naher Osten, Politik