Hilfskonvoi für Gaza hängt in Jordanien fest

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welt.de

Morgen ist der Jahrestag des Gaza-Krieges, Zeit, um Israel anzuklagen für all die Verbrechen, die in diesem Krieg unrechtmäßig begangen wurden. Seit der Offensive sind die Bewohner im Gaza-Streifen eingeschlossen, ohne Kontakte zur Außenwelt. Israel streitet immer noch ab, gegen internationales Kriegsrecht verstoßen zu haben und muss bisher nicht einmal Konsequenzen fürchten.

Bis heute leben viele Menschen in den Trümmern, die benötigten Hilfsgüter fehlen, obwohl viele Spenden für die Palästinenser im Gaza-Streifen gesammelt wurden. Die Tunnel zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten wurden hauptsächlich für den Schmuggel von dringend benötigten Baumaterialien und Hilfsgütern genutzt werden.

Nun schockiert eine Nachricht nicht nur die Region des Nahen Ostens sondern die ganze Welt. Eine internationale Hilfslieferung, die von dem britischen Parlamentsabgeordneten George Galloway geleitet und von ungefähr 500 Helfern unterstütz wird, hängt in Jordanien fest.

Die Hilfslieferung umfasst Spenden aus Europa, der Türkei und arabischen Staaten, die morgen zum Jahrestag eigentlich in Gaza ankommen sollten. Doch das Unternehmen scheint zu scheitern und macht alle Helfenden wütend.

Dieses Mal ist es allerdings nicht die israelische Regierung, die sich quer stellt, sondern Ägypten verhindert die Lieferung der Hilfsgüter. Die 250 LKWs mit Lebensmitteln und Medikamenten stehen nun in Jordanien, im Hafen von Akkaba und nicht rührt sich. Die Ägypter verhindern den Transit über Nuweiba angeblich aus Sicherheitsgründen. Welche Sicherheitsgründe das genau sein sollen, ist allerdings jedem schleierhaft und die ägyptische Regierung hält sich bedeckt.

Nun behaupten die Palästinenser, dass Ägypten mit Israel gemeinsame Sache macht und die Hilfslieferungen an den Gaza-Streifen verhindern oder zumindest hinaus zögern wollen. Schon seit dem Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel, geriet Ägypten immer wieder in Kritik besonders von Seiten der arabischen Staaten, die den Ägyptern Verrat an der arabischen Sache vorwerfen.

Es gibt auch immer wieder Anzeichen für die heimliche Zusammenarbeit zwischen Ägypten und Israel vor allem seit der Offensive im vergangenen Jahr isoliert Kairo gemeinsam mit Israel den Gaza-Streifen und setzt sich nur widerwillig für die Palästinenser ein.

Der Hilfskonvoi hängt in Jordanien fest und die Wut steigt immer mehr. Galloway hofft nun auf Hilfe von Königin Rania, die Türkei und Malaysia, die er um Vermittlung gebeten bat. Wird Mubarak nicht eingreifen und die geplante Strecke öffnen, drohen viele der Lebensmittel und Medikamente zu verderben. Damit wäre die Hoffnung vieler Palästinenser im Gaza-Streifen wieder zunichte gemacht.

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Dezember 26th, 2009 Kategorie: Naher Osten, Politik