Iran: Neuer Chef im Nuklearprogramm

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Gibt es nach all den Auseinandersetzungen mit dem Iran und dessen Weigerungen, sich an Vorgaben der internationalen Atomenergiebehörde zu halten, nun doch eine positive Trendwende in der islamischen Republik?
Der alte Chef des Nuklearprogrammes ist abgetreten und sein Nachfolger wurde Ali Akbar Salehi, der früher Vertreter bei der UN-Atomenergiebehörde war. Er gilt als gemäßigter Politiker, der auf Verhandlungen setzen will in der Lösung der Konflikte zwischen dem Iran und der IAEA. Die Frage ist nur, wie er dies schaffen will, ohne schnell zwischen zwei Stühlen zu sitzen, wo er vermutlich jetzt schon ist.
Bedingung der IAEA ist die sofortige Beendigung des Atomprogrammes, Ahmedinedschad will aber daran festhalten. Ob sich die Vertreter der IAEA mit Kompromissen zufrieden geben werden, muss sich wohl erst noch zeigen.
Nach den Forderungen der G8-Staaten bis September deutlich auf den Westen zuzugehen, scheint die Neubesetzung des Postens als Chef des Nuklearprogrammes durch einen im Westen anerkannten Politiker ein erster Schritt zu sein.
Nun muss sich Salehi in seiner Amtszeit bewähren und der IAEA zeigen, dass deren bisheriges Vertrauen in seine Person umsonst ist. Wer davon ausgeht, schnell auf Veränderungen oder gar einen Wechsel im Atomprogramm des Irans zu stoßen, wird sicher enttäuscht werden. Der geistliche Führer des Landes, der das letzte Wort in der Fällung von Entscheidungen hat, ist immer noch derselbe.
Auch an Ahmedinedschads Einstellung zum Atomprogramm und dem Westen im Allgemeinen dürfte sich nichts über Nacht geändert haben. Es ist schwer einzuschätzen, wie viel Protz hinter dem Auftreten des iranischen Präsidenten liegt und wie viel er insgeheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit wirklich tut, um das Atomprogramm voranzutreiben.
Man sollte die Situation nicht unterschätzen, immerhin gibt es auch genug provozierende Andeutungen der iranischen Regierung ans Ausland, hier vor allem auch gegen Israel gerichtet.
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