Iran verurteilt Vorgehen französischer Polizei

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Wie du mir so ich dir scheint die Devise im Iran zu lauten. Der französische Botschafter wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters ins Außenministerium bestellt, um sich dort der Kritik der islamischen Republik Iran abzuholen.

Man erinnert sich noch an den vergangenen Monat als im Iran der Ausgang der Präsidentschaftswahlen für heftige Proteste und Demonstrationen gesorgt hatten. Diese wurden durch die iranische Regierung mit Gewalt unterdrückt. Oppositionelle und Demonstranten wurden dabei verletzt oder inhaftiert.


Die internationale Öffentlichkeit stellte sich gegen die iranische Regierung und forderte eindringlich die Einhaltung des Rechts auf Meinungsfreiheit. Auch aus Frankreich kamen heftige Proteste gegen das Vorgehen der iranischen Regierung. Nun wendet sich das Blatt und der Iran verurteilt das Vorgehen französischer Polizisten.

Am Vorabend des Nationalfeiertages, dem 14.07.09, kam es zu Demonstrationen einer großen Zahl von Protestierenden vor allem aus verarmten Vorstädten, die angeblich von der französischen Polizei gewaltsam unterdrückt wurden.

Dabei wurden wohl viele der Demonstranten verprügelt und verhaftet, weil sie gegen die Politik Sarkozys protestierten. Auch Polizisten wurden bei den Demonstrationen und Aktivitäten verletzt. Nun klagte der Iran die inakzeptable Menschenrechtssituation an, die dadurch entstanden ist.

Der Iran erhebt erneut ermahnend seinen Zeigefinger gegen einen europäischen Staat. Hatte zuerst Deutschland sein Fett vom Iran abbekommen, da die Ermordung einer ägyptischen Muslimin den steigenden Fremdenhass in Deutschland zeige, wendet sich die islamische Republik nun gegen Frankreich.

Verrückte Welt: Müsste doch gerade der Iran und dessen Regierung ganz ruhig bleiben und zunächst einmal im eigenen Land für Recht und Ordnung sorgen und sollte sich weniger lautstark gegen europäische Staaten richten. Gerade die Menschenrechtssituation im Iran ist alles andere als lobenswert, wie man doch vor kurzem erst gesehen hat.

Doch Provokation scheint ein fester und bestimmender Teil der iranischen Politik zu sein. Nicht nur, dass europäische Staaten auf deren Fehler lautstark hingewiesen werden, auch das umstrittene Atomprogramm Ahmedinedschads schürt ständig neue Provokationen.

Der Staatschef testet aus, wie weit er gehen kann und ist sich seiner Sache sehr sicher. Lies er doch auf vor dem iranischen Volk verlauten, dass die Sanktionen gegen das Land nicht als Strafe zu sehen seien sondern dem Iran helfen, aus eigener Kraft die Wirtschaft zu stärken.

Eine verkehrte Welt, die für immer neue Provokationen und Einmischung des Iran in die Politik anderer Staaten sorgt. Klar ist es auch von der französischen Polizei nicht heldenhaft so brutal gegen Demonstranten vorzugehen, aber genau die gleiche Strategie wandte auch die iranische Regierung bei Protesten im Land an. Der Iran sollte beginnen, vor seiner eigenen Tür zu kehren und andere Regierungen ihre Arbeit machen lassen.

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Juli 17th, 2009 Kategorie: Europa, Naher Osten, Politik



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