Ungleicher Kampf in Afghanistan fordert immer mehr Opfer

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Immer mehr Soldaten werden nach Afghanistan geschickt, um dort einen Krieg zu führen, dessen Ende noch lange nicht in Sicht ist. Vor sieben Jahren griff die USA das Land am Hindukusch an, um sich zu rächen für die Opfer und Verluste des elften September und um den Hauptverantwortlichen an dieser Tat zu fassen.
Der Haupteinsatz war schnell beendet, doch was danach kommen sollte, vermochte keiner abzusehen. Die USA verkalkulierten sich bei ihrem Einsatzplan. Zwar war die Kriegsführung wohl anfänglich erfolgreich, wenn man davon überhaupt noch sprechen kann, aber die mangelnden Wiederaufbaupläne führten zu einer Put-Situation.
Die zunächst ruhigere Lage, zumindest angenommene ruhigere Lage in Afghanistan, ist längst vorbei. Immer mehr Soldaten der NATO-Truppen lassen ihr Leben am Hindukusch. Der Gegner wurde überschätzt. Zwar sind die Armeen Amerikas und der internationalen Schutztruppen stärker und mit besseren Waffen ausgerüstet, doch das bringt keine Vorteile.
Während die Taliban und al-Qaida Gruppen in den vergangenen Monaten immer stärker wurden, haben die Soldaten immer größere Probleme. Die Terroristen kämpfen nicht mit offenen Karten könnte man glatt sagen, denn sie stellen einen unsichtbaren Gegner.
Anders als von den internationalen Truppen wohl kalkuliert kämpfen die Taliban nicht im offenen Kampf. Ihre Strategie von der Anbringung verschiedenster Sprengsätzen entlang der Straßen ist erfolgreich. Die Truppen der NATO sind den versteckten Gegner ausgeliefert. Einen Feind, den man nicht sieht, kann man nicht bekämpfen. Häufig werden Soldaten von diesen Sprengsätzen zerfetzt.
Doch warum wurden die Kämpfer von al-Qaida und den Taliban wieder stärker? Hier spielen mehrere Faktoren zusammen, die in Kombination eine tödlich gefährliche Mischung bringen. Zum einen ist das Einzugsgebiet neuer Kämpfer nicht territorial begrenzt. Offiziere der internationalen Truppen sprechen von Kämpfern aus arabischen Ländern und anderen Staaten der Welt wie beispielsweise Somalia.
Gerade nach den Misserfolgen der al-Qaida im Irak haben diese Kämpfer nach der Stabilisierung dort ein neues Rückzugs- und Kampfgebiet in Afghanistan gefunden. Des Weiteren nutzen die Terroristen das unzugängliche Gebiet der Gebirgsketten an der afghanisch-pakistanischen Grenze und nutzen die daraus entstehenden Vorteile.
Den langen Winter in Afghanistan, der Einsätze der internationalen Truppen zum Erliegen bringt, nutzen die Kämpfer der Taliban und al-Qaida, um zu trainieren und ihre Kräfte zu sammeln, um dann in den Sommermonaten mit geballter Kraft und Stärke erneut angreifen zu können. Während die Ausbildungscamps also Hochkonjunktur zu haben scheinen, haben die Soldaten kaum Mittel und Wege, diese effizient auszuschalten.
Das für die Kriegsführung so wichtige Geld, nehmen die Terroristen aus den Einnahmen des Drogenschmuggels. Afghanistan deckt einen großen Bedarf des weltweiten Drogenhandels. Die weitflächigen Mohnfelder sind die Haupteinnahmequelle der Bevölkerung. Zerstört man diese, vernichtet man damit gleichzeitig die Existenzgrundlage der Bevölkerung und entzieht sich somit auch der Unterstützung aus den Reihen der Afghanen, die dann wohl lieber an der Seite der Taliban oder al-Qaidas kämpfen.
Alles Voraussetzungen, die den Krieg zu einem Fass ohne Boden machen. Ungleiche Bedingungen für die sich gegenüber stehenden Seiten im Kampf. Das Land am Hindukusch wird wohl noch auf lange Zeit von den Kämpfen über die Vorherrschaft zermürbt werden. Positive Tendenzen sind leider nicht zu erkennen und werden wohl auch nicht durch die Aufstockung der internationalen Truppen erreicht werden.
Quelle: Bild.de
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die NATO taugt nichts
Da kann ich dir nur zustimmen, verschlingt Unmengen von Geld und bringt absolut nichts! Echte Verschwendung.