Jemen: Regierung geht auf Rebellen zu

jahia al-huthi

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Ende Januar erklärten die schiitischen Rebellen im Norden des Jemen Waffenruhe. Dies war zunächst nur einseitig und wurde von der Regierung eher kritisch betrachtet. Die erste Reaktion der Regierung war die Ablehnung der Waffenruhe, doch nur kurze Zeit später willigte auch die jemenitische Regierung ein.

Nun scheint die Umsetzung der Waffenruhe auch tatsächlich immer greifbarer zu werden. Über einen Vermittler ließ die Regierung den Rebellen einen Zeitplan für die Umsetzung der Waffenruhe zukommen. Der Plan wurde über den Anführer Abdel Malik al-Huthi an die Rebellen weiter gereicht.

Damit wird es also spannend im Norden des Jemen. Man wird nun abwarten müssen, wie erfolgreich die Waffenruhe greift und vor allem, wie Verhandlungen zwischen Huthi-Rebellen und der Regierung laufen werden.

In der Vergangenheit konnte man nicht miteinander verhandeln, die Ansichten waren so eingefahren. Ziel war auf beiden Seiten einzig und allein gegen die jeweils andere Seite vorzugehen. Die Regierung bekämpfte die Rebellen, weil sie ihnen vorwarf, das Zaydi-Königshaus, das 1962 gestürzt wurde, wieder einführen zu wollen.

Die Rebellen verkündeten dagegen immer wieder, dass sie nicht an der Wiedererrichtung des Königshauses interessiert sind, sondern gegen Korruption und vor allem die engen Kontakte der jemenitischen Regierung zur USA kämpfen.

Ob man sich nach den letzten Monaten im Gefecht, nun endlich an einen Tisch setzen und verhandeln kann, ist dabei noch fraglich. Aber bevor man auf den zweiten Schritt spekuliert, sollte man erst einmal den ersten beenden und dieser ist auf jeden Fall positiv zu betrachten.

Während man sich im Jemen also scheinbar langsam an annähert, wurde der Bruder des Rebellenführers Jahia al-Huthi, der in Deutschland lebt, in einem Terrorprozess in Sanaa in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Der Bruder des Rebellenführers lebt seit einigen Jahren in Berlin, im Exil und äußert sich regelmäßig zu den Auseinandersetzungen zwischen den Rebellen und der jemenitischen Regierung in seinem Heimatland. Dazu meldete er sich immer wieder auf der Seite der Aufständigen zu Wort oder gab Interviews für verschiedene Fernsehsender und Zeitungen.

Das Gericht in Sanaa verurteilte ihn, weil er eine bewaffnete Terrorgruppe gebildet habe und durch seine Äußerungen die Rebellen aus dem Ausland heraus anstachelte und unterstützte. Nun wird der ehemalige Parlamentarier wohl keinen Einfluss mehr auf die Rebellen nehmen können.

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Februar 7th, 2010 Kategorie: Naher Osten, Politik



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