Jemen: Regierung willigt in Waffenstillstand ein

Jemenkarte

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Nachdem am Samstag ein einseitiger Waffenstillstand der Houthi-Rebellen auf deren Webseite zu finden war, der gestern noch von der Regierung in Sanaa abgelehnt wurde, klingen heute andere Töne. Die jemenitische Führung um Präsident Salih hat den Waffenstillstand angenommen.

Damit signalisiert die Regierung nun doch Verhandlungsbereitschaft mit den Rebellen im Nordjemen, die der Regierung eigentlich schon lang ein Dorn im Auge sind, da sie die innere Sicherheit gefährdeten.

Der Konflikt, der zwar erst im August 2009 in einen offenen bewaffneten Kampf ausartete, schwelt schon seit vielen Jahren zwischen den Rebellen und der Regierung. Komisch, dass man sich bisher nie einigen konnte, aber dazu waren die Ansichten wohl einfach viel zu weit voneinander entfernt.

Nun kommt die Regierung also den Rebellen entgegen und erklärt sich zu einem Waffenstillstand bereit, solang die Bedingungen der Regierung erfüllt werden. Zu den Bedingungen zählen vor allem auch die Entlassung der im Krieg inhaftierten Soldaten der Regierung und die Rückgabe aller im Krieg erbeuteten Materialien.

Daneben müssen die Rebellen ihre Kampfhandlungen einstellen und sich aus besetzten Gebäuden sowie aus allen militärischen Stellungen zurück ziehen, bevor die Regierung den Waffenstillstand auch bereits ist zu halten und zu verteidigen.

Der Rebellen-Führer al-Houthi scheint des Kämpfens müde zu sein, denn er gab an, dass er mit seinem Waffenstillstand das Blutvergießen beenden will. Ein positiver Schritt in die richtige Richtung, denn bisher schien das den Rebellen immer ziemlich egal zu sein, solang sie dafür ihre Forderungen erhielten, wurde ja auch vor menschlichen Opfern nicht halt gemacht.

Ob der Rebellenführer wirklich kampfesmüde ist, oder ob er nun eine andere Strategie verfolgen will, ist nicht ganz offensichtlich. Immerhin kämpfen die Rebellen seit Jahren gegen die Korruptheit der Regierung und die Benachteiligung der schiitischen Bevölkerung im Land. Davon dürfte sich auch in der letzten Zeit wenig geändert haben, aber vielleicht hat man nun erkannt, dass Gewalt nicht die erhofften Ziele bringt.

Gerade die Region nördlich der jemenitischen Hauptstadt gilt schon seit Jahren als unsicher, da hier auch immer wieder Ausländer entführt wurden, um Stammesmitglieder aus den Gefängnissen frei zu pressen oder andere politische Ziele zu erreichen.

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Februar 1st, 2010 Kategorie: Naher Osten, Politik



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