USA: Kampf gegen Terror bricht Amerika das Genick

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Die USA hat die wohl größte Armee auf der Welt, aber selbst dieses Riesenheer scheint vor dem Aus zu stehen. Die Schulden überrennen Amerika und keiner weiß eigentlich mehr, wie man die überwinden oder je wieder die Löcher in der Staatskasse füllen kann.

2001 rief George W. Bush auf zum Krieg gegen den Terror, man war sich des schnellen Sieges sicher. Schließlich verfügte man über die neuste Technik, die beste Ausrüstung und über eine große kampfbereite Armee.

2001 bald nach den Anschlägen auf das World Trade Center griff die amerikanische Armee Afghanistan an, um es von den Terroristen zu befreien und eine Demokratie zu schaffen. Weit gefehlt. Die Zahlen haben sich gedreht, aus 2001 wurde 2010 und noch immer kämpfen die US-Truppen einen ungleichen Kampf am Hindukusch. 70.000 Soldaten kämpfen hier gegen die Taliban und wenn Obamas Gesuche unterstützt werden, werden wohl bald 100.000 Soldaten hier kämpfen.

2003 stand nach Bushs Ansichten der Irak auf dem Plan der USA. Mit Saddam Hussein war hier ein Despot an der Macht, vor dem Bush scheinbar Angst hatte, obwohl dieser Führer wohl schon länger aufgehört hatte zu beißen, vom Irak kamen eher leere Drohungen. Nichts desto trotz musste auch dieser „Schurkenstaat“ angegriffen werden.

Die erste Entscheidung fiel schnell. Nach nur drei Monaten ergab sich die Regierung, Saddam Hussein war gefasst, aber der Krieg war nicht wie geplant beendet. Im Gegenteil nun begann er erst so richtig zu entfachen. Zwar sind mittlerweile amerikanische Soldaten abgezogen, zumindest aus den Städten, aber es sind noch immer 120.000 vor Ort.

Die Rechnung der amerikanischen Regierung ging nicht auf. Sie schienen sich sicher in ihren Strategien und rechneten fest mit einem schnellen Ende des Krieges. Aber die neue Kriegsführung sieht ein wenig anders aus. Ab von all den hochmodernen Waffen, richten Hinterhalte, Selbstmordattentäter und selbstgebastelte Sprengsätze scheinbar mehr Schaden an als die Waffen der Armee (OK. Ist jetzt ein bisschen übertrieben dargestellt, man versteht aber hoffentlich die Intention, die dahinter liegt)

Amerika ist pleite, es muss nicht nur die Kosten für den Krieg und den aktiven Einsatz der Soldaten bezahlen sondern auch alle zusätzlichen Ausgaben und Belastungen tragen. Bisher fielen 5300 Soldaten in den Kriegen in Afghanistan und dem Irak, viele kehrten körperlich verletzt nach Hause. Die wohl am schlimmsten Betroffenen kehren mit einem posttraumatischen Komplex nach Hause, der sie zu einer tickenden Bombe werden lässt.

Amerikas Armee ist überfordert, der unvorhergesehene Kampf gegen die Taliban, die sowohl das Gelände als auch ihre geschickt vernetzten Strukturen ausnutzen, ist ein zermürbender Kampf. Zwar sind die Terroristen wohl nur als drittklassige Gegner anzusehen, sie sollten aber nicht unterschätzt werden, denn blickt man nach Afghanistan und in den Irak, dann sieht man, was auch „Drittklassigkeit“ anrichten kann.

Man hat sich verkalkuliert, man hat die Situation im Vorfeld wohl nicht ausreichend studiert und vor allem hatte man keine Vorstellungen von den Kampfmitteln der Taliban. Alles Dinge, die zum einen den Kampf immer länger und zäher werden lassen und die Staatskosten weiter und weiter belasten.

Schaut man sich die aktuelle Lage und die neusten Entwicklungen an, dann kann man fast davon ausgehen, dass der Irak und Afghanistan wohl erst der Anfang sind im Kampf gegen den Terror – und beide Länder sind schon jetzt schlimmer als Vietnam für Amerika.

Die Verantwortlichen in den USA sollten ihre nächsten Schritte genau abwägen und mehrfach überdenken, ob eine neue Antiterrorfront im Jemen nicht das Fass endgültig zum Überlaufen bringt. Wie man weiß, diskutiert man in den USA bereits.

Zwar hält man sich noch zurück, auch wenn man der jemenitischen Regierung Hilfe zugesagt hat, spricht man noch nicht von einem weiteren Einsatz. Aber wie lange diese Töne noch klingen werden, weiß wohl keiner und schließlich gibt es immer noch genug Leute, Organisationen und Institutionen, die einem weiteren Kriegerhoffen, um ihre Kassen zu füllen und aus dem Hintergrund die Fäden auch weiterhin zu ziehen.

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Januar 8th, 2010 Kategorie: Amerika, Politik



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