Israel: Netanjuh bringt Kompromissvorschlag in Sachen Siedlungsbau

Im vergangenen Jahr übte die USA Druck auf die israelische Regierung aus, und zeigte sich alles andere als einverstanden mit den Siedlungsbauten. Daraufhin beschloss man in der israelischen Regierung mehr oder weniger zähneknirschend ein zehnmonatiges Moratorium, um die USA zu beruhigen und das angeschlagene Verhältnis wieder zu kitten.

Weltweit kritisieren Regierungen und Nicht-Regierungs-Organisationen den Bau der jüdischen Siedlungen, da diese meist illegal sind, auch wenn sie von der Regierung erlaubt werden. Die Siedlungen werden in Vierteln der Palästinenser errichtet und schränken damit deren Lebensraum und Bewegungsfreiheit ein.

Weiterlesen: Israel: Netanjuh bringt Kompromissvorschlag in Sachen Siedlungsbau

27. August 2010 | 1 Kommentar | Naher Osten, Politik

Saudi-Arabien: Erste Kassiererinnen in Supermarktfilialen

Für viele in westlichen Kulturkreisen ist es Normalität, dass Männer und Frauen gemeinsam arbeiten und sonst auch andere Bereiche des Alltags teilen. In Saudi-Arabien, dem konservativen islamischen Königreich, in dem der Wahhabismus praktiziert wird, achtet man penibel genau auf die Trennung der Geschlechter in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.

Die strengen Vorschriften und  die Versuche, die Frauen in die Wohnungen zu drängen werden rissig. Immer häufiger gibt es Beispiele von Errungenschaften, die besonders für die Frauen in Saudi-Arabien von großer Bedeutung sind. Zwar gilt nach wie vor das strenge Verschleierungsgebot, dass von Religionswärtern überwacht wird, aber die Frauen gewinnen langsam immer mehr Zugang zum gesellschaftlichen Leben außerhalb des Hauses.

Weiterlesen: Saudi-Arabien: Erste Kassiererinnen in Supermarktfilialen

Syrien: Pizzalieferdienst in Aleppo

Häufig ist es in Syrien so, dass viele Neuerungen und Innovationen in der Hauptstadt Damaskus etabliert werden und dort beworben werden, um Touristen anzulocken. Wer nach Syrien reist, egal in welchen Landesteil wird sich nicht nur von der Schönheit des Landes überzeugen können sondern auch ein reichhaltiges Angebot an leckersten Gerichten finden.

Immer mehr Restaurants eröffnen ihre Tore. Dabei ist die Zeit der reinen arabischen Restaurants vorbei, vielleicht kann man hier ein leider anfügen. Neben den leckeren syrisch-arabischen Gerichten findet man immer mehr Filialen großer Fast-Food-Ketten, auch wenn dieser Trend in anderen arabischen Ländern weitaus schneller voran geht.

Weiterlesen: Syrien: Pizzalieferdienst in Aleppo

Irak: Nach Truppenabzug neue Gewalt landesweit

Am 01. September beginnt im Irak ein neues Kapitel für die Bevölkerung, vor allem aber auch für die US-Soldaten. Die neue Etappe nennt sich „New Dawn“ (Morgendämmerung, Neubeginn) und steht für das Ende des Irak-Krieges sowie für einen Neuanfang ohne große militärische Divisionen.  Erstmals seit Einmarsch der Truppen in den Irak 2003 sind nun weniger als 50.000 amerikanische Soldaten noch vor Ort.

Der Truppenabzug wurde in den letzten Wochen vorbereitet und in den letzten Tagen vorbereitet, die Soldaten betraten ihre Heimreise meist über Kuwait. Für den nächsten Dienstag hat Barack Obama eine Rede an die Nation angekündigt, in der der Irak-Krieg sowie der Abzug im Mittelpunkt stehen werden.

Weiterlesen: Irak: Nach Truppenabzug neue Gewalt landesweit

26. August 2010 | Kein Kommentar | Naher Osten, Politik

Israel: Arabischunterricht ab Grundschule

Es ist noch gar nicht allzu lang her, da forderte der Bildungsminister Gideon Saar, der dem rechten Flügel der Regierung angehört, ein Umschreiben der Geschichtsbücher. Die Vertreibung der Palästinenser nach der Staatsgründung 1948 sollte nicht mehr in den Schulen unterrichtet werden. Gleichzeitig forderte er in den Pausen nur noch das Spielen israelischer Musik.

In diesem Jahr wurde dann bekannt gegeben, dass auch der erste Libanon-Krieg von 1982 nicht mehr Bestandteil des Lehrplanes in Israel sein sollte. Für so hartes Agieren gegen die arabische Bevölkerung in Israel, erhielt der Bildungsminister harte Kritik aus den Reihen von Abgeordneten, Lehrern und anderen Teilen der Bevölkerung.

Weiterlesen: Israel: Arabischunterricht ab Grundschule

25. August 2010 | Kein Kommentar | Naher Osten, Politik

Entscheidung über Siedlungsstopp drängt Netanjahu in Zwickmühle

In Israel ziehen dunkle Wolken auf, es brauen sich Probleme zusammen, die Netanjahu vor Aufgaben stellt, die er vielleicht nicht bewältigen kann. Der Termin für das Ende des Siedlungsstopps rückt immer näher, es ist lediglich noch ein Monat bis das unterzeichnete Moratorium verfällt. Netanjahu sitzt in der Klemme: Auf der einen Seite bedrängt ihn das Nahostquartett, auf der anderen Lieberman.

Netanjahu kündigte an, dass Moratorium zum Stopp des Siedlungsbaus zu verlängern, um somit den Willen der israelischen Regierung zu zeigen, dass sie wirkliches Interesse an der Wiederaufnahme der direkten Gespräche mit den Palästinensern hat. Sowohl das Nahostquartett als auch die Palästinenser drängen auf die Fortsetzung des Moratoriums.

Weiterlesen: Entscheidung über Siedlungsstopp drängt Netanjahu in Zwickmühle

25. August 2010 | Kein Kommentar | Naher Osten, Politik

Dubai: Massenentlassungen nach Finanzkrise

Größer, schöner, moderner, ausgefallener – die Reihe der Steigerungen könnte man locker noch weiterführen, um die Politik und die Bestrebungen der Golfstaaten zu beschreiben. Nach der Entdeckung des Erdöls und dem Beginn der Bohrungen kamen die Golfstaaten in den Genuss von Reichtum. Bei vielen führte der Reichtum sicher zunächst zu Größenwahn, andere, haben schnell gelernt clever und bedacht damit umzugehen.

Während der Finanzkrise, die alle Staaten mehr oder weniger hart traf, galten die Golfstaaten als guter Partner, da die Krise zumindest zunächst hier keine allzu großen Wirkungen zeigte. Doch der Herrscher von Dubai konnte nicht bekommen. Er beauftragte den Bau des höchsten Turms der Welt, mitten in der Finanzkrise, bei dessen Bau und Eröffnung es schon einige Komplikationen gab.

Weiterlesen: Dubai: Massenentlassungen nach Finanzkrise

24. August 2010 | Kein Kommentar | Naher Osten, Politik

Iran infiltriert Irak: Große Gefahr für Camp Ashraf

Im Norden des Iraks, etwa 60 km nördlich der Hauptstadt Baghdad, und über 100 km von der iranischen Grenze entfernt liegt eine Stadt, die der Welt als Camp Ashraf bekannt sein dürfte. Es ist eigentlich ein Flüchtlingscamp, das bereits zu Zeiten des Schahs im Iran errichtet wurde. Hierher flüchteten die Mujaheddin aus dem Iran, die dort verfolgt wurden. Die Flüchtlinge wurden unter Schutz der Genfer Konventionen gestellt, doch daran scheint man sich fast gar nicht mehr zu erinnern.

Die USA, die seit der Invasion des Iraks den Schutz des Camps übernommen hatten, haben die Verantwortung in die Hände der irakischen Regierung gegeben, zum Leid der Bevölkerung von Camp Ashraf. Bereits im vergangenen Jahr kam es hier zu Vorfällen, die die Öffentlichkeit empörten. Die irakische Regierung schickte ihre Truppen in das Camp und wollte die Bewohner vertreiben.

Weiterlesen: Iran infiltriert Irak: Große Gefahr für Camp Ashraf

24. August 2010 | 3 Kommentare | Naher Osten, Politik

Jemen: Erbitterte Kämpfe gegen al-Qaida-Terroristen

Spätestens seit dem vereitelten Anschlag auf ein Flugzeug in Detroit am Weihnachtstag vergangenen Jahres, richtet die Welt den Blick intensiver gen Jemen. Der Attentäter gestand damals, dass er im Jemen ausgebildet wurde, was auch die Zurückverfolgung seiner Spuren bestätigte. Seither und seit den blutigen Kämpfen zwischen den Huthi-Rebellen und der jemenitischen Armee, in die sogar Saudi-Arabien eingriff ist klar, dass der Jemen Anlaufpunkt für Terroristen ist.

Schon seit längerem ist bekannt, dass Terroristen von al-Qaida Unterschlupf in dem unwegsamen Gelände des Jemen suchen, um sich hier neu zu formieren bzw. sich in Ausbildungscamps fit machen lassen für ihre Einsätze. Die Regierung versucht zwar gegen die Terroristen vorzugehen, hatte aber bisher andere Interessen, nämlich die Besiegung der Separatistenbewegung im Süden des Landes.

Weiterlesen: Jemen: Erbitterte Kämpfe gegen al-Qaida-Terroristen

24. August 2010 | Kein Kommentar | Politik

Iran: Nach Eröffnung eines Atomreaktors Präsentation einer Kampfdrohne

Am vergangenen Samstag wurde im Iran das erste Atomkraftwerk im Iran, in Bushehr, in Betrieb genommen. Nun ist der Iran in der Lage Strom zu produzieren. Ob das Atomkraftwerk dann für militärische Zwecke genutzt werden kann oder soll, steht in den Sternen. Zwar versichert das russische Unternehmen, das mit dem Bau des Reaktors beauftragt wurde, dass eine militärische Nutzung durch die strengen Kontrollen nicht möglich sei, aber dies ist sicher mit Vorsicht zu genießen.

Dir Militärtechnik des Irans ist sehr ausgefeilt. Trotz der Sanktionen, die seit Jahren den Iran in mehr oder weniger starke Isolation treiben, hat das Land eine beachtliche Technik gerade im militärischen Bereich entwickelt. Die Regierung hat es geschafft, das Land autark zu halten, gerade in Fragen der Waffentechnik und genau das dürfte den Iran auch so gefährlich machen.

Weiterlesen: Iran: Nach Eröffnung eines Atomreaktors Präsentation einer Kampfdrohne

23. August 2010 | Kein Kommentar | Naher Osten, Politik