Iran: Kein Entgegenkommen im Atomstreit

Die Auseinandersetzungen im und mit dem Iran gehen weiter. Nun könnten sie aber langsam aber sicher in eine andere Richtung gehen: Nach dem eher nachsichtigen al-Baradei, hat sein Nachfolger Amano bereit vor Antritt des Postens eine härtere Gangart gegen den Iran angekündigt.

Gestern war wieder einmal Teherans provozierendes und umstrittenes Vorgehen Thema im Gouverneursrat der Atomenergiebehörde, nur dieses Mal nicht unter al-Baradeis Leitung sondern unter der Leitung seines Nachfolgers Amano.

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Schweiz büßt internationales Ansehen ein

Freundschaftspins-Schweiz-Libyen

cross.ch

Im Streit zwischen Libyen und der Schweiz scheint immer noch kein Ende in Sicht zu sein, insofern, dass die Schweiz ihr Ansehen als international neutrales Vermittlerland seine Rolle einbüßen könnte. Der Streit hat gezeigt, dass auch die Schweiz kritikwürdig ist, vor allem im diplomatischen Umgang.

Obwohl in der vergangenen Woche einer der beiden Schweizer Geschäftsleute nach fast zwei Jahren Ringen Libyen verlassen konnte, ist der Streit damit noch nicht beendet. Im Gegenteil, nun werden Vorwürfe laut, dass sich die Eidgenossen gerade bei der Vergabe von Visa oder besser gesagt deren Verweigerung  nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben.

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Marokko: Kuppel-Einsturz fordert Menschenleben

Vor einer Woche kam es in Marokko zu einem Unglück, als ein Minarett einstürzte und 41 Menschen in den Tod riss und über 80 Betende verletzte. Man kritisierte die Behörden, die auf die Warnungen und Hinweise aus der Bevölkerung nicht reagierten und nicht bereit waren das 400 Jahre alte mit Rissen versehene Minarett auszubessern.

Nun kam es erneut zu einem ähnlichen Vorfall. Wieder ist in einer marokkanischen Moschee ein Mensch ums Leben gekommen als eine  Kuppel einstürzte, einige Betende wurden verletzt. Erst der Einsturz des Minaretts, nun der Einsturz der Kuppel – und immer stand menschliches Versagen dahinter.

Der Druck auf die Regierung in Marokko dürfte damit immer stärker werden. Grund für den Einsturz der Kuppel war angeblich eine nicht fachgerechte Reparatur der Kuppel. Angeblich wurden unqualifizierte Arbeiter eingestellt worden, die Kuppel zu reparieren.

Leider greift man immer wieder auf ungelernt Hilfsarbeiter zurück, da die wesentlich billigere Arbeitskräfte sind und man sich so Geld sparen kann, was dann in die Taschen der mächtigen Bauunternehmer fließt. Dass dabei aber auch großen Gefahren eintreten können, wie nun deutlich in Marokko gezeigt wurde, ist dabei irrelevant.

Die Behörden haben auf alle Fälle schnell reagiert und Untersuchungen des Falls eingeleitet. Welche Ergebnisse dabei heraus kommen werden und mit welcher Strafe der Bauherr zu rechnen hat, hängt sicher auch von der Bestechlichkeit der durchführenden Behörden ab.

28. Februar 2010 | Kein Kommentar | Allgemeines, Naher Osten

Syrien: Soll Aramäisch verboten werden?

Maalula, Syrien

Maalula, Syrien

Wer schon einmal in Syrien war, und sich vor allem in Damaskus und Umgebung aufgehalten hat, wird auf alle Fälle einen Ausflug nach Maalula gemacht haben. Das Bergdorf einige Kilometer nördlich von der syrischen Hauptstadt lockt Besucher aus aller Welt an, weil hier nicht nur zwei faszinierende Klöster zu finden sind, sondern weil man hier noch immer die Sprache Jesu hören kann.

Maalula gehört zu einem der wenigen Dörfern, in denen bis heute noch Aramäisch gesprochen wird. In Syrien selbst erfährt man, dass es nur noch zwei Dörfer im Land gibt, die diese Sprache weiter leben lassen. Allerdings gibt es auch Hinweise darauf, dass in der Türkei auch noch einige wenige Dörfer existieren, in denen die Sprache Jesu gesprochen wird.

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28. Februar 2010 | 1 Kommentar | Naher Osten, Politik

Dubai: Luxus-Emirat vor dem Aus?

Dubai stieg in den letzten Jahren steil nach oben. Geschäftsleute aus Europa hoffen auf Kontakte und Aufträge aus Dubai und auch immer mehr Touristen wollen einmal in das Land der Superlative fliegen, scheinbar in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Immer wieder liest man Schlagzeilen aus Dubai über neue Attraktionen, die noch mehr Besucher anziehen und damit Geld ins Land bringen sollen, damit man schon jetzt vorsorgen kann für die Zeit nach dem Erdöl. Dafür lässt man sich so einiges einfallen, um immer wieder überraschen zu können.

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28. Februar 2010 | Kein Kommentar | Naher Osten, Politik

Afghanistan: Großoffensive gegen Taliban erfolgreich

Großoffensive Afghanistan

p3.focus.de

Die Großoffensive, die nach der Afghanistan-Konferenz im Süden Afghanistans unter dem Namen „Mushtarak“ begonnen wurde, ist nach amerikanischen Angaben erfolgreich zu Ende gegangen. Ungefähr 15.000 afghanische und Nato-Soldaten rückten gegen die Taliban vor.

Es gab viele Verluste in den Reihen der Zivilisten, aber nun steht das Gebiet um Mardscha nicht mehr unter der Kontrolle der Taliban. Die Kämpfe sind nach Angaben amerikanischer Quellen vorbei und man bejubelt den Erfolg.

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28. Februar 2010 | Kein Kommentar | Naher Osten, Politik

Nahost: Feinde Israels kommen zusammen

nahost-konflikt

karikatur-cartoon.de

Man diskutiert im UN-Sicherheitsrat über die Sanktionen gegen den Iran und versucht, China und Russland so schnell wie möglich ins Boot zu holen, damit der Iran nicht weiter ungehindert zum einen provozieren und zum anderen an eventuellen Atomwaffen weiterbauen kann.

Des Weiteren hofft vor allem die USA darauf, diesen starken Gegner endlich in die Knie zwingen zu können. Bei den Bestrebungen, Gegner auszuschalten kommt der Schlachtruf, gegen den Terror und dessen Gefahren vorzugehen, immer gut. Mit dem Kampf gegen al-Qaida oder die Taliban konnte schon so Einiges im Kongress durchgebracht werden, was bei genauerer Betrachtung wohl eher lächerlich erscheinen könnte.

Nach Afghanistan, dem Irak und Pakistan rücken nun auch immer mehr Somalia, der Jemen aber auch der Iran in den Fokus der Anti-Terror-Verfechter. Gerade auf die Aktivitäten im Jemen und in Somalia wirft man ein wachsames Auge, jederzeit bereit, einzugreifen, um die zivile Bevölkerung, wie in Afghanistan, zu schützen.

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27. Februar 2010 | Kein Kommentar | Naher Osten, Politik

Internetcafè als Drogenumschlagsplatz

Die Bahnhofsviertel in vielen deutschen Großstädten sind nicht wirklich einladend oder vertrauenserweckend. Man ist immer bemüht, schnell aus diesen Gegenden zu verschwinden, um nicht in eine Auseinandersetzung verstrickt zu werden. Außerdem ist der Anblick von Junkies und Alkoholsüchtigen Bettlern nicht wirklich das, was man sich von einem Großstadtbesuch erhofft.

Drogen und vor allem der Missbrauch von Drogen werden immer verbreiteter in Deutschland, sei es, um den Stress bewältigen zu können oder weil man einfach etwas Neues ausprobieren und seinen Freunden in nichts nachstehen will.

Dass vor allem Nordafrikaner aus Algerien und Marokko häufig in Drogengeschäfte verstrickt sind, könnte man als böses Vorurteil abtun, aber ein Funken Wahrheit ist hier ganz sicher dabei. Gerade Marokko gilt als das Umschlagsland für den Drogenhandel zwischen Afrika und Europa.

Seit Frankfurt stehen nun wieder vier Männer aus Algerien und Indien vor Gericht. Sie hatten ein Internetcafé genutzt, um ihr Drogengeschäft aufzuziehen und die Drogen dort an ihre Kunden zu verkaufen. Das Internetcafé und Telefongeschäft soll zu einer wahren Drogenhölle verkommen sein, in der Kunden sich in den Kabinen oder auf der Toilette des Geschäfts mit Kokain und anderen Drogen versorgen konnten.

Die Frankfurter Polizei kam dem Drogenhändler-Ring im vergangenen Jahr auf die Schliche und konnte die Täter durch das Einschleusen eines verdeckten Ermittlers überführen. Nun kündigten die Angeklagten Geständnisse an, sicher nicht, weil sie sich dem Unrecht bewusst sind, sondern weil sie ihre Strafe so gering wie möglich halten wollen.

Die Täter aus Nordafrika saßen bis zum Prozessauftakt bereits in Untersuchungshaft und werden dort wohl noch eine Weile bleiben. Der Inder, der das Internetcafé führt, wurde nicht inhaftiert und konnte das Geschäft weiter führen. Ob sein Geschäft aber immer noch so florierte wie zu Drogenzeiten, das sei einmal dahin gestellt.

27. Februar 2010 | Kein Kommentar | Deutschland, Politik

Afghanistan-Mandat: Platzverweis für Linke

Plenarsaal-Bundestag

balingen.de

Die Afghanistan-Konferenz in London zu Beginn des Jahres sollte keine Truppengeberveranstaltung werden, sondern ernsthaft neue Strategien hervorbringen, die Afghanistan schnell sicher machen könnten.

Zur Strategieänderung in Afghanistan gehört auch die Großoffensive im Süden des Landes, bei der die Taliban bekämpft und ihnen die Vorherrschaft über die Opiumfelder und die Macht in der Region entrissen werden sollen. Die Kampfhandlungen halten bis heute an. Leider sind auch viele zivile Opfer zu beklagen.

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Nahost: Israel plant weitere Siedlungen

Wie die bekannte und geschätzte israelische Tageszeitung „Haaretz“ heute berichtet, plant die israelische Regierung erneut, etwa 600 weitere Wohnungen in Ost-Jerusalem zu bauen und führt somit die umstrittene Siedlungspolitik weiter fort, ohne sich um die internationale Kritik zu sorgen.

Dieses neue Bauvorhaben soll auf dem durch Israel besetzen Gebiet nahe des Stadtteils Pisgat Seev (Jerusalem) und dem palästinensischem Vorort Schuafat stattfinden, was sicherlich nicht nur in den Augen der Palästinenser eine Art erneute Provokation darstellen dürfte.

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26. Februar 2010 | Kein Kommentar | Naher Osten, Politik