Folter in iranischen Gefängnissen: Zeuge tot

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Die diesjährigen Wahlen im Iran und vor allem die Wiederwahl Ahmadinedschads trieben Tausende im Land auf die Straßen. Die Opposition lehnte sich gegen die Wahlmanipulation und die Korruption auf. Der Iran geriet in eine Zerreißprobe.
Mittlerweile ist es um die oppositionellen Taten und Akteure wieder ruhiger geworden, aber es gärt nach wie vor in diesem Mullah Staat. Trotz Inhaftierung vieler Oppositioneller wurden diese nicht zum Schweigen gebracht. Viele Inhaftierte warten noch auf ihre Verhandlung, zu viele sind aber auch schon verurteilt wurden aufgrund ihrer politischen Einstellung und ihren Versuchen Änderung herbeizuführen.
Schon seit Jahrzehnten verurteilen Menschenrechtler die Folter, die in iranischen Gefängnissen leider zum traurigen Alltag der Inhaftierten gehört, leider bisher ohne große Erfolge. Selbst wenn die Schließung eines Gefängnisses erreicht wird, gibt es noch andere, in denen Insassen gefoltert und vergewaltigt werden.
Nun gehen Gerüchte bzw. Meldungen um, dass ein iranischer Arzt, der Folterungen der Oppositionellen im Gefängnis bezeugen und diese öffentlich machen wollte, umgebracht wurde. Bisher gibt es noch keinerlei Beweise hierfür, allerdings sind die Meldungen über den Tod des jungen Arztes sehr widersprüchlich.
Der Arzt hatte nach seinen Angaben sowohl tote als auch verletzte Folteropfer in einem Gefängnis von Teheran gesehen und wurde gezwungen, Totenscheine zu fälschen. Angeblich soll der Arzt nun Selbstmord begangen haben, wobei dies eher unwahrscheinlich ist. Die Ursachen seines Todes reichten von Autounfall über Herzinfarkt bis letztlich Selbstmord.
Die Familie des Opfers glaubt nicht an einen Unfall oder einen natürlichen Tod. Es ist alles sehr widersprüchlich und undurchschaubar. So konnte die Familie beispielsweise die Leiche nicht sehen und es gab auch keine Autopsie. Merkwürdig, dann von einem Selbstmord zu sprechen. Da der Druck nach Aufklärung nun enorm ansteigt, hat die Justiz in Teheran erklärt, den Fall zu untersuchen.
Bereits kurz nach den Wahlen und Demonstrationen bei denen viele Oppositionelle verhaftet wurden, kam es zu Anklagen gegen die iranische Regierung und vor allem gegen die Justiz und die Gefängniswärter, da Fälle von Folter und Tod bereits im Juni die Gemüter erhitzten. Nach dem Druck der Opposition wurde das entsprechende Gefängnis geschlossen.
Leider ist es so, dass viele Gefangene von der Öffentlichkeit und der Außenwelt isoliert werden, selbst Besuche der Familie sind fast unmöglich und damit besteht für die Gefängniswärter die Möglichkeit ihrer ekelhaften Fantasie freien Lauf zu lassen und sich an den Häftlingen zu vergehen.
Hier werden eindeutig Menschenrechte verletzt, mit Füßen getreten, ohne dass bisher wirkliche Schritte dagegen erreicht werden konnten. Man ist gut in Vertuschungsaktionen und Beseitigen von Beweisen, so dass es schwer ist, die Vorwürfe, die ein offenes Geheimnis sind, zu bestätigen und dagegen vorzugehen.
Man kann nur hoffen, dass der mysteriöse Tod des iranischen Arztes aufgedeckt wird, und das die Verantwortlichen die Konsequenzen zu tragen haben, auch wenn es nur einen Tropfen auf den heißen Stein darstellt.
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