Irak: Katholik aus Syrien durch Schüsse ermordet

Geschrieben am 25. Januar 2010 um 15:23 Uhr.

In der irakischen Stadt Mosul haben noch unbekannte Personen am 19. Januar erneut ein Mitglied der örtlichen Christengemeinde ermordet, wie nun bekannt wurde. Dabei soll eine Gruppe Bewaffneter den 45-jährigen syrischen Christen am Mittag vor seinem Haus durch mehrere Schüsse getötet haben.

Dies gab der römische Pressedienst AsiaNews am vergangenen Dienstag unter Berufung auf einige Augenzeugen bekannt.

Dieser Mord, welcher sich unter den Augen von Sicherheitskräfte ereignet hat, welche vor Ort waren, sorgt erneut für einige Aufregung, denn dass diese Sicherheitskräfte bei und nach dem Mord an dem syrisch-katholischen Händler in der irakischen Stadt Mosul nicht eingriffen, kann einem durchaus Angst machen.


Dieser neue Mord an dem Händler aus Syrien stellt den zweiten Mord an einem katholischen bzw. christlichen Einwohner in der irakischen Stadt Mosul dar und somit muss man beinahe davon ausgehen, dass es nicht die letzte Ermordung eines Christens in dieser Region gewesen sein wird.

Am vorrangegangenen Sonntag war ein 52-jähriger, ebenfalls aus Syrien stammender, christlicher Geschäftsmann während des Festes zur Amtseinführung des neuen chaldäischen Erzbischofs von Mosul erschossen worden.

Die christliche Minderheit rund um Mosul und vielleicht sogar in ganz Nordirak scheint sich einer Art Verfolgung ausgesetzt, denn die Übergriffe auf Katholiken nehmen in den letzten Monaten vermehrt zu.

Seit dem Ende von Saddam Hussein im Jahr 2003 sollen laut AsiaNews mindestens 1.960 Christen durch Attentate im Irak ums Leben gekommen sein. Insgesamt sollen etwa 300.000 Katholiken im Irak leben, welche natürlich eine religiöse Minderheit darstellen.

Kategorie: Naher Osten, Politik



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