Iran: Rauswurf russischer Piloten

Karte Iran
Im UN-Sicherheitsrat ist man bemüht, Ahmadinedschad mit seinem provokativen Atomprogramm in die Knie zu zwingen. Kein westlicher Staat hat Interesse an einer eventuellen Atommacht Iran. Den Beteuerungen Ahmadinedschads, die Anlagen nur zu friedlichen Zwecken nutzen zu wollen, finden nicht einmal ansatzweise Gehör.
Sicher ist es wohl auch fatal zu behaupten, dass ein Präsident und eine Persönlichkeit wie Ahmadinedschad wirklich nur an der zivilen Nutzung der Atomanlagen interessiert ist, aber man sollte im UN-Sicherheitsrat auch nicht vergessen, dass andere Länder ebenfalls Atomanlagen und Waffen besitzen, nur dass denen das nicht abgesprochen wird. Allen voran: USA und Israel.
Bisher wurden noch keine neuen Sanktionen verhängt, da sowohl Russland als auch China dagegen waren. Sie haben bisher eine gute Kooperation mit dem Iran gehabt, die zu verlieren, sie kein wirkliches Interesse haben dürften. Übrigens würden neue Sanktionen auch die deutsche Wirtschaft enorm schwächen, da trotz bereits bestehender Sanktionen dennoch Geschäfte zwischen deutschen und iranischen Firmen laufen.
China ist nach wie vor gegen die Sanktionen, nicht nur weil es abhängig ist von seinem Nachbarn, sondern weil es auch sieht, dass frühere Sanktionen schon keine Änderung in der Atompolitik brachten und dies bei neuen Strafen wohl auch keine Änderung bringen dürfte.
Russland lässt sich langsam aber sicher vom UN-Sicherheitsrat beeinfluss, wenn nicht sogar manipulieren. Mittlerweile ist die russische Regierung unter Medwedew soweit, Sanktionen zuzustimmen, solang diese nicht die Bevölkerung treffen.
Die neuen Ankündigungen Ahmadinedschads sind eine prompte Antwort auf Russlands Einknicken: Innerhalb der nächsten zwei Monaten müssen russische Piloten den Iran verlassen. Bisher gibt es eine ganze Reihe von russischen Piloten, die bei iranischen Fluggesellschaften arbeiten.
Doch damit ist es nun vorbei: Die Ankündigung, die vom Verkehrsmister herausgegeben wurde, beinhaltete ebenfalls die Aussage, dass der Iran selbst gut ausgebildete Piloten hat und demzufolge nicht auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen ist.
Des Weiteren konnte auch festgestellt werden, dass es vor allem immer wieder mit russischen Maschinen und Piloten immer wieder Probleme gab. Inwieweit diese Behauptung aufrecht zu halten ist, ist nicht ganz klar. Klar ist aber die Reaktion des Iran, der sich weder erpressen noch an der Nase herumführen lässt.
Welche Ausmaße der Streit zwischen der IAEA und dem Iran noch annehmen wird, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Bisher ist China das Zünglein an der Waage. Mit der Entscheidung Chinas, entscheidet sich auch das weitere Vorgehen gegen den Iran. Wobei man allerdings den neuen angedrohten Sanktionen nicht allzu viel Kraft und Erfolg zuschreiben sollte.
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