Iran und Irak auf Annäherungskurs

Geschrieben am 2. März 2008 um 09:22 Uhr.

Irak und Iran: Zwei Länder, die seit graumer Zeit immer unter Beobachtung stehen und von denen fast täglich in der Presse zu lesen oder in den Nachrichten zu hören ist, finden nun scheinbar zusammen.
Heute (Sonntag, 02.03.08) ist der iranische Präsident Ahmedinejad am Morgen in Bagdad eingetroffen, um sich mit den dortigen Regierungsvertretern zu treffen.

Der Besuch des iranischen Präsidenten im Irak ist ein historisches Ereignis, welches die neuen angestrebten Ziele zeigt. Während bis zum Ausbruch des Krieges im Irak und der erneuten (versuchten) Isolation des Irans die beiden Länder eher als verfeindet oder zumindest nicht kooperationsbereit galten, dreht sich nun das Blatt.

Im Rahmen seines Besuches, der der erste nach der iranischen Revolution und dem Irak-Iran-Krieg (1980 - 1988), rief Ahmedinedjad zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern auf und betonte die existierende brüderliche Bande, die die beiden Länder doch eigentlich miteinander verbinde. Durch diese Aktionen und Besuche, versucht der iranische Präsident Partner zu suchen, die ihm im Falle einer internationalen Isolation auffangen und unterstützen.

Die USA hingegen beobachten die Machenschaften und Handlungen des iranischen Präsidenten sehr kritisch und sind bereits seit einiger Zeit in absoluter Alarmbereitschaft. Zum einen befürchtet man das laufenden und so häufig diskutierte Atomprogramm im Iran, da dann noch wesentlich mehr Gefahr von diesem Land ausgehen wird, als es bisher schon geschieht. Zum anderen warnt die USA den iranischen Präsidenten nun vor einer Einmischung im Irak und sieht die bishergen Errungenschaften gefährdet.

Natürlich reagierte Ahemdinedjad auf die amerikanischen Äußerungen und neuen Drohungen in seiner üblichen Art und gab den Amerikanern zu verstehen, dass ein Land, das so viele Truppen im Irak stationiert hat und das seit nun schon 2003, das solle sich in solchen Bevormundungen zurückhalten.

Was dieses erste Gespräch zwischen dem iranischen Präsidenten und den irakischen Regierungsvertretern genau bringen wird, bleibt sicher noch abzuwarten und zu beobachten. Eins ist sicher: Interessant wird es auf alle Fälle, wenn dieser erste Besuch wirklich nur der Auftakt zu besseren Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten kommt und wie die USA dann aus diesem Schlamassel wieder herauskommen, den sie sich größtenteils ja slebst zuzuschreiben haben.




26 Kommentare zu “Iran und Irak auf Annäherungskurs”

  1. Sarsura sagt:

    London überzeugt: Iran stellt bis 2015 Atomwaffen her

    Der Iran strebt einem Bericht des britischen Parlaments zufolge weiter nach Atomwaffen. Der Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten erklärte am Sonntag, die Islamische Republik werde möglicherweise bis 2015 in der Lage sein, Atombomben zu bauen.

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  2. Sarsura sagt:

    Iran-Irak: Die Botschaften des Mahmoud Ahmadinejad

    Der Besuch des Präsidenten im Irak zeigt: Teheran ist ein wichtiger Mitspieler im dortigen Machtpoker.

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  3. Sarsura sagt:

    Iran und Irak auf Tuchfühlung

    Der Besuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad am Sonntag in Bagdad ist der bisherige Höhepunkt der Wiederannäherung der beiden ehemals verfeindeten Staaten.

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  4. Sarsura sagt:

    Iran will mit Irak und Türkei gegen Kurdenrebellen kämpfen

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  5. Sarsura sagt:

    Irak - Liebesgrüße aus Teheran

    Auch Mahmud Ahmadinedschad macht ein bisschen Wahlkampf mit dem Irak. Der historische Besuch des iranischen Präsidenten beim einstigen Erzfeind liefert den Anhängern des Teheraner Hardliners nützliche Bilder - kurz vor den iranischen Parlamentswahlen Mitte dieses Monats.

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  6. Sarsura sagt:

    Schärfere Sanktionen gegen Iran

    Im Streit um das iranische Atomprogramm hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen schärfere Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die fünf Vetomächte des Weltsicherheitsrats (Vereinigte Staaten, Russland, China, Großbritannien und Frankreich) schlossen sich in New York einer entsprechenden Resolution an.

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  7. Sarsura sagt:

    Iran will Atom-Thema nicht mehr mit EU verhandeln

    In einer Reaktion auf die am Montag verabschiedeten UNO-Sanktionen gegen Teheran hat der iranische Präsident Ahmadinejad weitere Atomgespräche mit europäischen Staaten ausgeschlossen.

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  8. Sarsura sagt:

    Iran: Studenten gegen “Apartheid der Geschlechter”

    Am Dienstag protestierten wieder hunderte Studenten der Shiraz Universität gegen die “Apartheid der Geschlechter”. Die Studenten wollen ein Ende der im Februar eingeführten Regelungen, die die Universität in Klassen für Männer und für Frauen trennt.

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  9. Sarsura sagt:

    »Im Irak herrscht das Chaos«

    Mehrere hundert Menschen haben am vergangenen Wochenende an einer internationalen Irak-Konferenz im Audimax der Berliner Humboldt-Universität teilgenommen und anläßlich des fünften Jahrestages des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges über Alternativen zu Krieg und Besatzung diskutiert.

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  10. Sarsura sagt:

    Keine Chance für Reformer im Iran

    Liberale zur Parlamentswahl nicht zugelassen – Wächterrat verhindert Abrechnung mit Ahmadinedschad

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  11. Sarsura sagt:

    Ahmadinedschad verliert Rückhalt

    Der iranische Präsident bringt mit seiner Politik selbst konservative Anhänger gegen sich auf. Das Volk leidet unter der steigenden Inflation und Arbeitslosigkeit.

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  12. Sarsura sagt:

    Iran: Es ist Wahlkampf und keiner merkt es

    Der Iran wählt am Freitag (14.3.) ein neues Parlament. Für die 290 Sitze hat der von konservativen Geistlichen kontrollierte Wächterrat rund 4500 Kandidaten zugelassen. Richtig Wahlkampfstimmung will nicht aufkommen.

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  13. Sarsura sagt:

    Ehemalige iranische Volksmujahedin im Irak ohne Ausweg

    In Europa präsentieren sich die iranischen Volksmujahedin als demokratische Alternative zu den Mullahs in Teheran. Doch die Lager, welche die Organisation im Irak Saddams betrieb, glichen nach Berichten von Dissidenten dem Gulag. Die irakische Regierung will die ehemaligen Kämpfer der Gruppe loswerden, doch finden diese nirgends Aufnahme.

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  14. Sarsura sagt:

    Der Iran bedroht niemanden

    Merkel operiert mit einer Fälschung

    Der Staatsbesuch der Bundeskanzlerin in Begleitung des halben Bundeskabinetts demonstriert vor aller Welt die extrem einseitige Parteinahme der für die deutsche Politik Verantwortlichen. Die Regierungschefin fantasiert seit Jahren von ungeheuren Gefahren, die von Teheran ausgingen.

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  15. Sarsura sagt:

    Der Iran versorgt irakische Extremisten

    Das US Militär sagt, dass die iranischen Operativen irakische Aufständische mit Geld, Waffen und Ausbildung unterstützen, obwohl sie zugesagt hatten, damit aufzuhören.

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  16. Sarsura sagt:

    Iran fordert von den UN Schadenersatz

    Der Iran verlangt von den Vereinten Nationen einen Schadenersatz für die Verluste, die das Land durch die vom UN-Sicherheitsrat verhängten Wirtschaftssanktionen erleidet.

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  17. Sarsura sagt:

    Amerikaner rätseln über Irans Vermittlerrolle

    Kämpfer der schiitischen Mahdi-Armee haben sich in Basra tagelang erbitterte Gefechte mit irakischen Soldaten und US-Truppen geliefert. Nun flauen die Kämpfe ab - dafür soll ausgerechnet Amerikas Erzfeind Iran mitverantwortlich sein.

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  18. Sarsura sagt:

    Iranische Vermittlung im Irak

    Nach einer Woche heftigster Gefechte mit über 300 Toten ist es im Irak ruhiger geworden. Verantwortlich für das Abflauen der Kämpfe ist der Iran, der zwischen den rivalisierenden Schiitenparteien offenbar erfolgreich vermittelte.

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  19. Sarsura sagt:

    Im Atomstreit mit dem Iran streben die USA nach den Worten von Verteidigungsminister Robert Gates eine diplomatische Lösung an.

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  20. Sarsura sagt:

    Bush bremst Irak-Abzug - und warnt Iran

    Erfolgsmeldungen und Drohungen: US-Präsident Bush lobt in seiner Rede zur Lage im Irak militärische Fortschritte - will die Zahl der Truppen aber vorerst stabil halten. Zugleich richtet er klare Warnungen an das Terrornetzwerk al-Qaida und an Iran.

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  21. Sarsura sagt:

    Bagdad wirft Iran Einmischung vor

    Die Anschuldigung wiegt schwer: Die irakische Regierung wirft Teheran vor, sich in irakische Angelegenheiten einzumischen. Zugleich berichtet Bagdad von iranischen Waffen, die im großen Stil in den Irak geschmuggelt würden. Dafür gebe es konkrete Beweise, so ein Regierungssprecher.

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  22. Sarsura sagt:

    Irak wirft Iran Waffenschmuggel vor

    Schwere Vorwürfe an den Iran aus Bagdad: Einem Regierungssprecher zufolge gibt es konkrete Beweise dafür, dass der Iran in großem Stil Waffen in den Irak schmuggelt. Konkret seien während der Offensive in der irakischen Stadt Basra, die am 25. März begann, Waffen aus iranischer Produktion gefunden worden, so Regierungssprecher Ali al-Dabbagh nach einem Bericht der US-Zeitung “Washington Post”.

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  23. Sarsura sagt:

    info2 Iraks Al-Maliki will Beziehungen zu Iran ausbauen

    Iraks Ministerpräsident Nuri al-Maliki will einem Agenturbericht zufolge die Beziehungen zu dem einstigen Kriegsgegner Iran ausbauen. Dies sagte er nach Angaben des staatlichen Senders IRIB im Vorfeld eines für Sonntag vorgesehenen Treffens mit Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad in Teheran.

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  24. Sarsura sagt:

    Scheint ganz so, als ob der amerkinaische Kurs nicht wirklich erfolgreich ist. Im Rahmen der Streitigkeiten mit dem Iran über den Abbau von Uran und dem Betreiben von Atomkraftwerken, verhängte die USA Sanktionen über das Land, die eigentlich auf eine Isolierung des Landes hin orientierten. Doch irgendwie schafft es der Iran doch, sich Verbündete zu suchen und diese an sich zu binden, so dass es sich über die wirtshaftlichen Sanktionen der USa weniger Gedanken machen muss...

  25. Sarsura sagt:

    Bush hält Militärschlag gegen Iran für möglich

    US-Präsident hält Option eines Militäranschlags gegen Teheran offen

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    Die Sorge um Machteinbußen in der Region und die Bestrebungen des IRans sich neue Verbündete zu suchen, treiben die USA in die Enge. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es strategisch clever ist, nun auch noch einen Militärschlag gegen Teheran zu planen, wenn man mit offenen Augen die Lage im irak und in Afghanistan sowie im Sudan betrachtet.... ist es nicht langsam genug mit den Kriegen.

    Natürlich steht außer zweifel, dass Amerika (gemeinsam mit Israel) diesen Militärschlag siegreich beenden können, doch was kommt danach???
    Ein zwiter Irak? oder ein zweites Afghanistan?....

  26. Sarsura sagt:

    Irakische Frauen fordern Ausweisung des iranischen Regimes aus Irak

    Dutzende irakische Frauenvereinigungen und -Organisationen einschließlich der Frauenbewegungen der Nationalen Arbeiterbewegung und der Nationalen Dialogfront, erklärten in einer Sitzung am Dienstag in Ashraf ihre Unterstützung für den Iranischen Widerstand und forderten die Ausweisung des iranischen Regimes aus dem Irak.

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