Iran und Irak auf Annäherungskurs
Irak und Iran: Zwei Länder, die seit graumer Zeit immer unter Beobachtung stehen und von denen fast täglich in der Presse zu lesen oder in den Nachrichten zu hören ist, finden nun scheinbar zusammen.
Heute (Sonntag, 02.03.08) ist der iranische Präsident Ahmedinejad am Morgen in Bagdad eingetroffen, um sich mit den dortigen Regierungsvertretern zu treffen.
Der Besuch des iranischen Präsidenten im Irak ist ein historisches Ereignis, welches die neuen angestrebten Ziele zeigt. Während bis zum Ausbruch des Krieges im Irak und der erneuten (versuchten) Isolation des Irans die beiden Länder eher als verfeindet oder zumindest nicht kooperationsbereit galten, dreht sich nun das Blatt.
Im Rahmen seines Besuches, der der erste nach der iranischen Revolution und dem Irak-Iran-Krieg (1980 - 1988), rief Ahmedinedjad zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern auf und betonte die existierende brüderliche Bande, die die beiden Länder doch eigentlich miteinander verbinde. Durch diese Aktionen und Besuche, versucht der iranische Präsident Partner zu suchen, die ihm im Falle einer internationalen Isolation auffangen und unterstützen.
Die USA hingegen beobachten die Machenschaften und Handlungen des iranischen Präsidenten sehr kritisch und sind bereits seit einiger Zeit in absoluter Alarmbereitschaft. Zum einen befürchtet man das laufenden und so häufig diskutierte Atomprogramm im Iran, da dann noch wesentlich mehr Gefahr von diesem Land ausgehen wird, als es bisher schon geschieht. Zum anderen warnt die USA den iranischen Präsidenten nun vor einer Einmischung im Irak und sieht die bishergen Errungenschaften gefährdet.
Natürlich reagierte Ahemdinedjad auf die amerikanischen Äußerungen und neuen Drohungen in seiner üblichen Art und gab den Amerikanern zu verstehen, dass ein Land, das so viele Truppen im Irak stationiert hat und das seit nun schon 2003, das solle sich in solchen Bevormundungen zurückhalten.
Was dieses erste Gespräch zwischen dem iranischen Präsidenten und den irakischen Regierungsvertretern genau bringen wird, bleibt sicher noch abzuwarten und zu beobachten. Eins ist sicher: Interessant wird es auf alle Fälle, wenn dieser erste Besuch wirklich nur der Auftakt zu besseren Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten kommt und wie die USA dann aus diesem Schlamassel wieder herauskommen, den sie sich größtenteils ja slebst zuzuschreiben haben.
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Die Sorge um Machteinbußen in der Region und die Bestrebungen des IRans sich neue Verbündete zu suchen, treiben die USA in die Enge. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es strategisch clever ist, nun auch noch einen Militärschlag gegen Teheran zu planen, wenn man mit offenen Augen die Lage im irak und in Afghanistan sowie im Sudan betrachtet.... ist es nicht langsam genug mit den Kriegen.
Natürlich steht außer zweifel, dass Amerika (gemeinsam mit Israel) diesen Militärschlag siegreich beenden können, doch was kommt danach???
Ein zwiter Irak? oder ein zweites Afghanistan?....
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