Israel: Siedlungen statt Frieden

Geschrieben am 8. September 2009 um 07:50 Uhr.

Bild: pixmac.com

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Obwohl immer wieder über die Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina diskutiert und diese auch international befürwortet wird, rückt sie in immer weitere Ferne und scheint immer unrealistischer zu werden.

Israels falsches Spiel hat bereits in der Vergangenheit dazu geführt, dass immer mehr Siedlungen in den palästinensischen Gebieten gebaut wurden und somit nicht nur die Palästinenser in ihrem Lebensraum zurückgedrängt werden, sonder das Territorium für einen möglichen palästinensischen Staat strategisch zerstückelt wird.

Auch die jüngsten Ereignisse zeigen die israelische Stellung in Sachen Frieden. Man entscheidet sich gegen die Friedensbemühungen, und setzt dafür lieber auf weitere Siedlungsbauten. Obwohl der Bau von Siedlungen illegal ist und immer wieder kritisiert wird, handelt Israel nach Gut dünken.

Ungeachtet der neusten Forderungen aus Amerika, den Siedlungsbau zu stoppen, genehmigt die israelische Regierung weitere Siedlungen im Westjordanland, um im Anschluss daran, einen zeitweiligen Stopp durchzusetzen und Verhandlungen mit der palästinensischen Seite zu fordern.

Die amerikanische Regierung und die internationale Öffentlichkeit tragen eine große Mitschuld an der Siedlungspolitik Israels. Wie schon häufig gezeigt wurde, wird zwar kritisiert, aber dies reicht nicht aus, um tatsächlich etwas an der Politik zu bewirken.

Wenn der Siedlungsbau als illegal definiert ist, müssten auch für Israel Konsequenzen folgen, um einzulenken. Doch scheinbar hat keine Nation wirklich großes Interesse daran, sich gegen die israelischen Machenschaften in Sachen Siedlungsbau zu stellen. Warum dies so ist, weiß keiner oder will zumindest keiner beantworten.

Mit der Gewährung neuer Siedlungsbauten im Westjordanland provoziert Israel und agiert eindeutig gegen die geplanten und selbst vorgeschlagenen neuen Verhandlungen mit der palästinensischen Seite. Selbst wenn es noch zu Gesprächen kommen sollte, haben diese im Ende keinerlei Bedeutung, man kann schon im Vorfeld das Scheitern dieser Gespräche festmachen.

Des Weiteren wurde bekannt, dass israelische Siedler Palästinenser angriffen und versuchten, deren Häuser zu zerstören. Die Soldaten, die für die Sicherheit eintreten sollen und auch die Palästinenser schützen sollen, haben tatenlos zugesehen und die Siedler agieren lassen. Nicht nur Palästinenser wurden angegriffen, es wurden auch Olivenhaine zerstört, die für viele Palästinenser die Lebensgrundlage bilden.

Israel provoziert weitere Gewalt aus den palästinensischen Gebieten und agiert entgegen den Versprechungen, die an Amerika und andere Nationen gegeben wurden. Ein Spiel, dem endlich ein Ende gesetzt werden muss, wenn man auch nur ansatzweise noch Aufsichten auf Frieden in der Region haben will.

Es reicht bei weitem nicht aus, immer nur die arabischen Nachbarstaaten in die Verantwortung zu nehmen und Forderungen aufzustellen, um den Friedensprozess voran zu treiben. Ein trauriges Szenario, dass nur Gewalt schürt und eventuelle Verständigungen zwischen Israel und Palästina sowie den arabischen Staaten langsam aber sicher versiegen lässt.

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Kategorie: Naher Osten, Politik