Klimagipfel endet enttäuschend

Geschrieben am 20. Dezember 2009 um 08:21 Uhr.

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Viele Regierungen legten große Hoffnungen in den Klimagipfel in Kopenhagen, vor allem Bundeskanzlerin Merkel wollte viel erreichen. Doch da wurde die Rechnung wohl ohne Teilnehmer wie China und Indien gemacht.

Der Klimagipfel scheiterte doch das soll kein Hindernis für weitere stetige Arbeit am Klimaschutz sein, im Gegenteil, man will die Richtlinien und mageren Beschlüsse aus Kopenhagen nehmen, um darauf weiter aufzubauen.

Zunächst schien die Konferenz komplett zu scheitern, da sich fast keine Industrienation bzw. die aufstrebenden Nationen an die Vorgaben zur Senkung der CO2-Emmission halten wollten. Von den konkreten Vorschlägen, die mit nach Kopenhagen genommen wurden, musste man abrücken, wollte man überhaupt etwas erreichen.

Ursprünglich sollte die CO2-Emmission um 30% reduziert werden, doch durch das blocken seitens Chinas, Indiens und den erdölexportierenden Ländern wie Saudi-Arabien, ging man wieder einen Schritt zurück und gab eine Spanne von 20 – 30% an.

Selbst das von europäischen Ländern gebotene Geld konnte weder China noch Indien umstimmen, der CO2-Reduzierung zuzustimmen. Mal ganz ehrlich, solange es Länder gibt, die nicht einmal eingestehen wollen, dass es überhaupt einen Klimawandel gibt, können sich die „Vorzeigestaaten“ in Sachen Klima wohl kaum beweisen.

Vor allem Saudi-Arabien blockierte hier und gab an, dass es gar keinen Klimawandel gebe. Hier will man weiter, ohne Rücksicht auf die Umwelt, Erdöl fördern und Bohrtürme weiter brennen lassen, Geldeinbußen will das Königreich nicht riskieren.

Gerade Saudi-Arabien sollte aber nach der Überschwemmung Djiddahs, die ein deutliches Zeichen des Klimawandels war, die Augen öffnen, denn gerade die Region des Nahen Ostens und Afrika werden vom Klimawandel am schlimmsten betroffen sein. Überschwemmungen, Hitzeperioden, Ausdehnung der Wüste, Wasserknappheit, was muss noch alles auf die Länder zukommen, bevor sie sich für den Klimaschutz einsetzen?

Was allerdings ein kleiner Funken der Hoffnung war, war die enge Zusammenarbeit zwischen Merkel und Obama in Sachen Klima. Auch wenn die USA nicht die erhofften großen Schritte ging, war doch eine Unterstützung erkennbar. Obama versicherte zumindest auf dem Gipfel in Kopenhagen, dass er seiner Verantwortung in Sachen Klimaschutz gerecht werden wollte.

Ein kleiner Trost für Merkel und alle Verfechter der Klimaschutzpolitik, denn die USA sind bis heute der zweitgrößte Produzent des Treibhausgases, solang hier nicht eingelenkt wird, braucht man auch gar nicht versuchen, andere Nationen in die Verantwortung zu nehmen.

Auch wenn Obama nationale Taten ankündigte, blieb noch immer offen, wie diese konkret aussehen sollten. Solange keine konkreten Pläne vorliegen sind Versprechungen zwar gut und schön, unterm Strich wird aber dennoch nichts für den Klimaschutz getan. Nun bleibt abzuwarten, wie lange es dauerte bis konkrete Pläne vorliegen und auch in den USA endlich etwas zur Reduzierung der CO2-Emmission getan wird.

Klar ist, dass ein Kontrollsystem geschaffen werden muss, dass alle Nationen beaufsichtigen kann. Versprechungen sind leicht gemacht, sich an diese aber auch zu halten stehen auf einem anderen Blatt. Die Aufsicht könnte zukünftig einer Umweltbehörde zukommen, die ähnlich wie die Welthungerhilfe agieren soll.

Der Klimagipfel endete am Samstag mit einem sehr vagen Konsens. Alle 193 Teilnehmer sind nun aufgefordert zu prüfen, wie viel Prozent sie gewillt sind bei der Reduzierung der CO2-Emmission zu erreichen. Dazu haben sie bis zum Sommer Zeit, dann treffen sich die Umweltminister in Bonn.

Erst dann wird sich deutlich zeigen, welche Nationen für mehr Einsatz in Sachen Klimaschutz bereits sind. Kopenhagen kann nur als Grundlage genommen werden, um weiter am Klimaschutz zu arbeiten und Veränderungen voranzutreiben und das Bewusstsein vieler Nationen zu schärfen.

Kategorie: Politik



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