Libyen: Streit mit Schweiz geht weiter

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Es geht rund zwischen der Schweiz und Libyen und die beiden Kampfhähne scheinen sich durch nichts und niemanden in ihr Geschäft reden zu lassen. Politik zwischen einem europäischen und einem nordafrikanischen Staat, der einem nur mit dem Kopf schütteln lässt.
Wären nicht so viele unschuldige Opfer mit in die politischen Verstrickungen einbezogen wäre das Ganze auch irgendwo komisch und lächerlich. Der Schlagabtausch zwischen der Schweiz und Libyen geht weiter.
Nun lässt aber auch die europäische Union durchdringen, dass die Schweizer Regierung doch das Einreiseverbot gegen hochrangige Libyer, zumindest einige, aufheben soll. Die Schweiz hatte im Verlauf des Streites mit Libyen hochrangige Familien aus den Kreisen um die Regierungsspitze das Schengen Visum verweigert und diese in das Netz eingetragen, so dass sie auch von keinem anderen Land ein Visum erhalten und nach Europa einreisen können.
Da man nun in Europa langsam überlegt diese Situation zu ändern, merkte die Schweiz jedoch an, man solle nichts riskieren, die Solidarität zwischen den Ländern des Schengen-Abkommens zu strapazieren. Die Schweiz hätte schon eine Lösung, wie die jedoch aussieht, bleibt noch unbekannt.
Während man sich also auch in der Schweiz stur zeigt, hat Italien nun Hilfe im Fall Max Göldi zugesichert. Anders als sein „Haftbruder“, der vor einiger Zeit entlassen wurde, sitzt Göldi noch immer in Libyen fest und wartet, was das Schicksal oder der wütende Gaddafi ihm als nächsten bringen.
Göldi wird zur Last gelegt, gegen Visavorschriften verstoßen zu haben, jedoch gibt es keine Beweise hierfür. Vielmehr sollte man davon ausgehen, dass Göldi das Opfer einer politisch motivierten Anklage ist, um der Schweiz eins auswischen zu können.
In einem anderen Streitpunkt könnten beide Regierungen vielleicht bald vorankommen: Hannibal Gaddafis Klage gegen die Veröffentlichung seines Bildes in der Schweizer Zeitung Tribune wird ab morgen verhandelt. Im Kanton Genf bedauert man die Veröffentlichung der Polizeifotos und ließ erkennen, die Entschädigung zu zahlen.
Nun werden wohl Kanton und die Zeitung noch ausdiskutieren, wie viel ein jeder der beiden Parteien von der Entschädigungssumme von 100.000 Franken aufbringen muss, obwohl die Zeitung doch eigentlich gar nicht gegen in der Schweiz bestehende Rechte verstoßen hatte.
Des Weiteren bleibt zu befürchten, dass diese Zahlung der Schweizer an Hannibal Gaddafi im luftleeren Raum verpufft, also keine Gegenleistung wie beispielsweise die Freilassung von Göldi erfolgt. Man wird sich wohl noch auf einen längeren Kampf zwischen den beiden Kontrahenten einstellen können.
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