Nahost: Syrien lehnt Angebot Israels ab

Geschrieben am 5. März 2010 um 14:30 Uhr.

Damaskus

Damaskus

Syrien hat heute das neue Angebot aus dem Büro des israelischen Premiers Benjamin Netanyahu zur sofortigen Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Syrien und Israel über eine schrittweise Räumung der eigentlich syrischen Golanhöhen abgelehnt.

Wie die Zeitung „Al-Shark al-Awsat“ heute schreibt, soll der syrische Außenminister Walid Muallem in der ägyptischen Hauptstadt Kairo erklärt haben, dass die Informationen über eine Zustimmung seitens Syriens über den etappenweisen Abzug der Israelischen Truppen aus dem Golan falsch wären.

Der syrische Außenminister Walid Muallem sagte in Kairo, wie die Zeitung schreibt, dass es für Syrien absolute Priorität habe, dass „die Rückgabe eines jeden Zollbreites der Golanhöhen nach dem Stand vom 4. Juni 1967“ geschehe.


Das Büro des israelischen Premiers Benjamin Netanyahu hatte zuvor veröffentlicht, dass der israelische Premiere dazu bereit wäre, sofort in die syrische Hauptstadt Damaskus zu reisen, um dort mit dem Präsidenten Syriens, Bashar al-Assad, die Fragen der „neuen“ Friedensverhandlungen zu besprechen.

Dazu gab der syrische Außenminister Muallem bekannt, dass „niemand den Wagen vor das Pferd spannen könne“, denn zuerst möchte Syrien, dass der israelische Premier Netanyahu „mit dem Status von Jerusalem und der Lage der Palästinenser klar kommt“.

Weiterhin sähe man in Syrien, so der Außenminister des Landes, es sehr gerne, wenn eine „Politik des Brückenschlagens aufgenommen wird, welche eine Atmosphäre schaffen könne, die der Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen gerecht wird“. Somit bleibt es am Ende das „Hauptziel von Damaskus, die Grenze(n) vom 4. Juni 1967 wieder herzustellen“, wie der syrische Außenminister Muallem am Ende zitiert wird.

Kategorie: Naher Osten, Politik



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