Nukleargipfel: China für Sanktionen gegen den Iran

Geschrieben am 13. April 2010 um 07:16 Uhr.

nuklearterrorismus

n-tv.de

Sanktionen oder diplomatische Verhandlungen, noch immer hat man sich im UN-Sicherheitsrat nicht wirklich einigen können. Bisher galten Russland und China immer als Bremse bei der Umsetzung von Sanktionen, doch vielleicht ändert sich das bald.

Die internationale Öffentlichkeit ist gespalten, ein jedes Land versucht seine Stellung zum Iran deutlich zu machen. Während die europäischen Länder auf Sanktionen drängen und immer wieder auf die Notwendigkeit zu schnellem Handeln hinweisen, lassen sich andere Länder lieber Zeit.

China ist nach wie vor hin und hergerissen zwischen seiner wirtschaftlichen Abhängigkeit vom Iran und seiner internationalen Bedeutung bei der Entscheidung über die Verhängung von Strafen. Die Folgen für China könnten verheerend sein, wenn die Ölimporte aus dem Iran plötzlich wegfallen.

Andererseits ist China immer mehr daran interessiert, in die internationale Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Die neuen Vorschläge Barak Obamas über die Verhängung von Sanktionen im Energiesektor treffen folglich auch bei China auf Interesse.

Chinas Staatschef Hu Jintao zumindest signalisierte bei Gesprächen mit Barak Obama am Rande des Nukleargipfels, dass sein Land bereit sei, Sanktionen gegen den Iran zuzustimmen. Vielleicht bemerkt man langsam die steigende Gefahr aus dem Land der Mullahs.

Dennoch gibt es auch immer noch  Länder, die an der diplomatischen Lösung des Konflikts festhalten. Hierzu gehört neben der Türkei und Syrien auch Brasilien. Fraglich ist, welche Methode die Regierung in Teheran eher zum Ablassen vom Atomprogramm bringen wird, denn bisher zeigten weder Verhandlungsangebote noch Sanktionen Wirkung.

Solange Ahmadinedschad die Fäden in der Hand hat, solange wird er wohl auch sein Atomprogramm vorantreiben und die Welt an der Nase herum führen, sollte keiner einschreiten. An die rein friedlichen Absichten zur Nutzung der Atomanlagen, glaubt sicher keiner mehr. Spätestens seit Beginn der Urananreicherung im Iran dürften alle sehr skeptisch geworden sein.

Der Nukleargipfel, zu dem viele Nationen außer Iran, Syrien und Nordkorea geladen wurden, soll etwas bewegen, vor allem soll der Kampf gegen den Nuklearterrorismus begonnen werden. Die Gefahr, dass islamistische Terroristen an Nuklearwaffen kommen steigt enorm.

Nicht nur Pakistan stellt hier ein Risiko dar sondern auch der Iran. Man will versuchen auf dem Gipfel zu einem allgemeinen Abbau von Nuklearwaffen aufzurufen, ob das wirklich gelingen wird, ist allerdings fraglich. Immerhin gibt es Länder wie Israel, die ihre Atomwaffen bisher immer geheim hielten und nur Raum für Spekulationen ließen und die vor allem auch an den Atomwaffen festhalten wollen, da sie ein gutes Mittel zur Verteidigung und zum Schutz sind.




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