Pakistan: Anschlag auf Schiiten während Ashura

Geschrieben am 28. Dezember 2009 um 13:43 Uhr.

ashura kaschmir

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Jedes Jahr kommen Schiiten bei den Trauerfeiern zum Ashura-Fest ums Leben. Dabei werden sie häufig Opfer von radikalen Sunniten, die diese Konfession des Islam gern ausgelöscht sehen würden. Nicht nur im Irak kam es auch in diesem Jahr wieder zu Anschlägen auf schiitische Pilger sondern auch im pakistanischen Teil Kaschmirs.

Die Teilung Kaschmirs in einen pakistanischen und einen indischen Teil führte bisher zu drei Kriegen zwischen Pakistan und Indien. 2004 nahmen die beiden Länder Friedensgespräche auf, nachdem es 2003 zu einem Waffenstillstand kam, jedoch betrifft dies nicht die muslimischen Extremisten.

Bis heute kämpfen muslimische Separatisten für die Unabhängigkeit Kaschmirs oder zumindest die Eingliederung in Pakistan. Bisher ist beides nicht erreicht worden, was immer wieder zu Auseinandersetzungen und Übergriffen führt.

Am Montag wurden während der Ashura-Festlichkeiten mindestens acht Menschen getötet und mehr als achtzig verletzt. Der Selbstmordanschlag vor einer Moschee richtete sich eindeutig gegen Schiiten, die das Ashura-Fest feierten.

Die Schiiten bilden anders als im Iran in Pakistan nur eine Minderheit, die von radikalen Sunniten gern komplett verdrängt werden würden. Somit wurde das wichtigste Fest für die Schiiten zu einem Blutbad.

Kategorie: Naher Osten, Politik



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