Saudi-Arabien: Enthauptung wegen Vergewaltigung

bilkinfo.de
Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle, der derzeit auf Nahost-Tour ist und im Rahmen dieser bereits in Saudi-Arabien Halt gemacht hat, ist nun auch überraschend im Jemen gewesen. Im Jemen ging es dem Politiker jedoch nicht nur um die derzeitigen Entwicklungen im Kampf gegen die Terroristen und mögliche Unterstützung für die Regierung.
Es ging auch um die entführte Familie aus Sachsen, die seit nun einem halben Jahr im Jemen verschleppt ist und von der man nichts weiß. Nun gibt es angeblich neue Erkenntnisse und Informationen über den Verbleib der Entführten.
Während Westerwelle also mittlerweile im Jemen angekommen ist, kam es in Saudi-Arabien zur ersten Hinrichtung in diesem Land. Wie war das gleich noch mit Westerwelles Drängen, Saudi-Arabien solle die Todesstrafe abschaffen?
Man wird in Saudi-Arabien die Todesstrafe auch weiterhin beibehalten und sich dabei sicher nicht von westlichen Politikern reinreden lassen. Immerhin gibt es wertetechnisch gesehen eine Riesenkluft zwischen Deutschland und Saudi-Arabien.
In Saudi-Arabien gilt nach wie vor die Scharia, die islamische Gesetzgebung, und dies wird wohl auch weiterhin so bleiben, denn Saudi-Arabien ist die Geburtsstätte des Islam und die herrschende Schicht der Wahhabiten wird alles daran setzten, die religiösen Grundsätze des ursprünglichen Islams umzusetzen. Sinn und Unsinn dieser Sache, sei hier einmal dahin gestellt.
Gestern wurde ein saudischer Taxifahrer enthauptet, da er vier Frauen vergewaltigt und ausgeraubt hat. Der Taxifahrer machte sich seinen Job zunutze und entführte seine Fahrgäste in die Wüste, wo er sie vergewaltigte und ausraubte. Die Frauen konnten sich gegen ihren Peiniger nicht wehren.
Saudi-Arabien ist das einzige Land auf der Welt, in dem Frauen kein Auto fahren dürfen. Aus diesem Grund sind sie auf private Chauffeure oder Taxen angewiesen. Obwohl das Land durch die Ölvorkommen und den Export sehr reich ist, kann sich dennoch nicht jeder einen privaten Chauffeur leisten.
Die Frauen suchen meist nach ausländischen Taxifahrern, weil sie Angst vor Übergriffen saudischer Männer haben. In einer Gesellschaft aufzuwachsen, in der von Kindheit an, die Geschlechtertrennung gelebt wird, steigern sich sehr schnell sexuelle Fantasien, die sich irgendwann entladen und dann durchaus auch zu solchen Straftaten führen.
Durch die strikte Umsetzung der Geschlechtertrennung fördert man eigentlich das Gewaltpotential und dadurch die Gefahr von Vergewaltigungen. Es dürfte in diesem Zusammenhang auch nicht verwundern, dass viele Saudis im Ausland ihren Trieben freien Lauf lassen und sich in Bordellen vergnügen.
Eingehende Suchanfragen:
- todesstrafe saudi-arabien
Kleine Anmerkung am Rande:
Ja, das Land ist relativ Reich an Erdöl aber es kommt so gut wie nichts bei der Bevölkerung an. Der Jemen steht auf der 153. Stelle der menschlichen Entwicklung (also auch Armut) von 177 Ländern. Und mehr als die Hälfte der Nahrungsmittel müssen importiert werden da z.B. viel Land und Wasser für den Kathstrauch-Anbau (eine Alltagsdroge) verbraucht wird. Jetzt leben auch noch viele Bauern davon und diese Droge gehört zum festen Alltag der Menschen dazu (wie vielleicht bei uns das Rauchen).
Hi Miro,
dazu muss man sagen, dass diese Droge durchaus auch Mitschuld am Stand des Landes trägt :/
schönen Dienstag! :)
Chris
ich finde es schade, dass man die durchaus negative einstellung des autors zum thema islam beim durchlesen des artikels richtig spürt.
ich finde sachliche berichterstattungen positiv aber bitte nicht in irgendeinem unterton. jeder sollte sich selbst eine meinung dazu bilden.
Man muss gerade mit Blick auf Saudi-Arabien den Islam oder besser gesagt dessen Auslegung negativ und mehr als kritisch betrachten. Dass der Islam in diesem Land eher missbraucht als wirklich gelebt wird, dürfte nur ein offenes Geheimnis sein...