Sex and the City: Dubai verbietet Dreharbeiten

Geschrieben am 7. August 2009 um 22:10 Uhr.

jolie.de

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Sex, viele reden in der Öffentlichkeit darüber und noch mehr genießen es und schweigen. In den westlichen Ländern gehört das Thema schon lange nicht mehr zum Tabu, über das es sich nicht gehört zu reden.

Selbst im eigentlich doch sehr prüden Amerika war sowohl die Serie als auch der Film Sex and the City ein großer Erfolg, an den auch in Europa angeknüpft werden konnte. Doch nicht alle Kulturen bzw. Gesellschaften gehen so offen mit dem Thema um.

Wurde doch das Kamasutra, das häufig auf ein Erotikbuch reduziert wird, im 3. Jahrhundert unserer Zeit in Indien in Sanskrit verfasst, geht man dort heute weit weniger offen mit dem Thema Sex und Erotik um. Selbst die zeitweise so beliebten Bollywood-Filme sprengten bestehende Regeln, wenn sich Mann und Frau näher kamen und berührten, ans Küssen gar nicht zu denken.

Auch in den arabischen und islamischen Ländern gehört das Thema Sexualität nicht in den öffentlichen Raum. Was in Ehegemächern hinter verschlossener Tür geschieht, geht niemanden außer den Beteiligten etwas an. Zwar redet man in geselliger Frauenrunde schon darüber, Details werden aber nicht preis gegeben.

Alle ausländischen Filme, die in den islamischen Ländern im Kino zu sehen oder auf DVD zu kaufen sind, unterliegen einer Zensur und so ist es auch nicht verwunderlich, dass alle schlüpfrigen Szenen aus den Streifen geschnitten werden.

Offen über das Thema Sex zu reden oder erotische Szenen in Filmen anzuschauen entspricht nicht den Regeln des Islam und könnten demzufolge die Gefühle Vieler verletzen. Außerdem ist die Gefahr zu Unmoral und Sittenverfall zu groß als dass es die Gelehrten auch nur ansatzweise riskieren wollen.

Vor diesem Hintergrund ist das Verbot, den zweiten Film Sex and the City, der zumindest teilweise in Dubai gedreht werden sollte, zu erklären. Man ist nicht bereit, dass trotz Moderne und Prunk überzeugende Land, für einen solchen Film herzugeben.

Man befürchtet nicht nur verbotene Szenen in dem Film, schon der Titel sorgt für große Skepsis und Ablehnung. Man will die Bevölkerung vor dem Sittenverfall bewahren und die religiösen Werte schützen. Hinter dem Verbot mögen gute Absichten stehen, die sicher kulturell und religiös begründet sind, nur müsste man dann wohl auch den Gebrauch von Satelliten verbieten.

Gerade der Empfang ausländischer Sender über Satelliten brachte einen offeneren Umgang mit dem Thema Sex und Erotik mit sich. Die Jugend freut sich, die Gelehrten wissen nicht, wie sie damit umgehen und dieser Tendenz entgegen wirken können. Ob ein Verbot der Aufnahmen von Sex and the City reicht, den Sittenverfall aufzuhalten, ist wohl mehr als fraglich.

Quelle: n-tv




2 Kommentare zu “Sex and the City: Dubai verbietet Dreharbeiten”

  1. Tim sagt:

    typisch.. aber total weltfremd einfach

  2. anne sagt:

    Vermutlich oute ich mich auch als total weltfremd, wenn ich offen sage, dass ich erst vor ein paar Tagen überhaupt erfahren hab, dass ein zweiter Film von Sex and the City gedreht werden soll ;-)
    Aber noch erstaunlicher ist es für mich, dass Dubai im Gespräch für den Drehort war. Hätte das geklappt, wäre es wirklich ein (kleiner)Durchbruch gewesen.

    LG
    Anne

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